Interview

Die Interschutz als Branchentreffpunkt Sicherheit.

Bildquelle: Interschutz/Deutsche Messe

28.5.2015 (bz) – Die INTERSCHUTZ gilt selbst bei vielen Kennern immer noch als reine Feuerwehr- und Brandschutzmesse. Bernd Zimmermann (bz) sprach mit Bernd Heinold (bh), Projektleiter INTERSCHUTZ, darüber, was die Messe auch Nicht-Feuerwehrleuten zu bieten hat.

 

"Wir werden hier diverse Weltpremieren erleben.“

bz: Der Countdown für die INTERSCHUTZ vom 8. bis 13. Juni in Hannover läuft. Feuerwehrleute dürften diesen Termin fest eingeplant haben. Aber steht die INTERSCHUTZ auch bei Sicherheitsverantwortlichen auf der Liste der wichtigen Branchenmessen?

 
Bernd Heinold, Projektleiter INTERSCHUTZ
Bildquelle: Deutsche Messe AG/INTERSCHUTZ

bh: Das hoffen wir sehr. Jedenfalls können wir mit einer bisher nie dagewesenen Themenvielfalt rund um die vier Säulen Brandschutz, Katastrophenschutz, Rettung und Sicherheit aufwarten. Natürlich ist die Wahrnehmung, die INTERSCHUTZ sei eine Brandschutzmesse, weit verbreitet. Natürlich fiebern die Feuerwehrleute und alle im vorbeugenden Brandschutz Tätigen diesem Termin entgegen, den sie ja nur einmal in fünf Jahren miterleben können. Sie kommen schon allein deshalb, weil sie sich zum Beispiel die spektakulären Vorführungen auf dem Vorführgelände (hier haben wir eine Tribüne für mehr als 1 500 Besucher errichtet) und den Wettkampf "Toughest Firefighter Alive“ sehen möchten. Diese Publikumsmagnete werden für jeden, der sich mit Sicherheitsfragen beschäftigt, interessant sein. Darüber hinaus haben wir die Halle 12 auf dem Messegelände zur "Sicherheitshalle“, einer Kommunikationsplattform für staatliche und private Sicherheitsexperten, ausgebaut. Dort finden die Besucher den internationalen Branchentreffpunkt Sicherheit und können am Forum CRI!SE mit dem Schwerpunktthema "Kritische Infrastruktur“ teilnehmen. Zur Besucherzielgruppe zählen Sicherheitsverantwortliche der Betreiber von kritischen Infrastrukturen, also Energieversorger, das Gesundheitswesen, Verkehr und Wasserwirtschaft, ebenso wie Entscheider aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie politische Entscheidungsträger aus Ministerien, Kommunen, Polizei und Bundeswehr. Auch die Sicherheitsverantwortlichen aus Groß-/Klein- und mittelständischen Unternehmen sowie aus Städten und Kommunen werden hier auf ihre Kosten kommen.

bz: Das Stichwort CRI!SE mit dem Ausrufezeichen im Wort hat man doch schon einmal irgendwo gesehen?

bh: Das Forum CRI!SE hatte bereits zwei erfolgreiche Auftritte – und zwar anlässlich der Jahresfachtagungen der vfdb, der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V., in den Jahren 2013 und 2014. 2015 organisieren wir es erstmalig auf der INTERSCHUTZ. Wir haben Experten und Sicherheitsverantwortliche von Flughäfen, Krankenhäusern, Bauherren von Brücken, Tunneln und anderen Bauwerken, wie zum Beispiel die Hamburger Elbphilharmonie, eingeladen. Der Hochwasser- und Katastrophenschutz wird ein wichtiges Thema sein. Auch zur Gesundheitsversorgung als kritischer Infrastruktur werden hier fundierte Informationen aus erster Hand und auf internationalem Niveau angeboten.

bz: Was könnte einen Sicherheitsverantwortlichen, der nicht dem vorbeugenden Brandschutz oder dem Feuerwehrbereich zuzuordnen ist, interessieren, wenn er den Ausstellungsbereich der INTERSCHUTZ besucht?

bh: Sicherheitstechnik ist ein wichtiger Punkt unseres Produktgruppenverzeichnisses. Darin finden Sie zum Beispiel Einzelgeräte elektronischer Sicherheitstechnik wie Akkumulatoren, Infrarotdetektoren, optische Signalgeräte, Sprechanlagen oder Überallmelder. Ein Blick in unser Produktgruppenverzeichnis auf www.INTERSCHUTZ.de lohnt sich bestimmt auch für Nicht-Feuerwehrleute. Zudem wird es im Branchentreffpunkt Sicherheit Firmenpräsentationen geben, die gebündelt Produkte rund um das Thema Safety und Security vorstellen. Ich denke, auf unseren mehr als 106.000 Quadratmetern zeigen die rund 1.500 Aussteller aus 51 Ländern sicher mehr, als die 125.000 Besucher, die erwarten, bewältigen können.

bz: Für Sicherheitsverantwortliche mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung dürfte es der erste INTERSCHUTZ-Besuch werden.

bh: Sie spielen auf den fünfjährigen Veranstaltungszyklus der INTERSCHUTZ an. Gerade weil viele Nachwuchskräfte zum ersten Mal die Gelegenheit eines Besuches haben, wird es sicher ein einmaliges Erlebnis werden. Ich kann jedenfalls allen schon jetzt versprechen, in diesem Jahr werden so viele Innovationen wie noch nie präsentiert, davon einige Weltpremieren. Um über diesen langen Fünfjahreszeitraum bis zur INTERSCHUTZ 2020 in Hannover im Gedächtnis zu bleiben, haben wir uns unter dem Motto "Einsatzort Zukunft“ um Aussteller bemüht, die nachhaltige Innovationen anbieten. Mein Tipp: Nutzen Sie als Sicherheitsverantwortlicher die Suchfunktion auf www.INTERSCHUTZ.de und Sie werden sehen, dass Sie nicht nur bei den Stichworten "Feuerwehr“ oder "Brand“ fündig werden. 

 

Kontakt:
Andrea Staude, Pressesprecherin INTERSCHUTZ
andrea.staude@messe.de

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bz@sicherheits-berater.de (Bernd Zimmermann)