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Mittel gegen Mücken.

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31.7.2018 (bz) – Kurz und knackig ein Überblick über gängige und vermeintliche Mittel, sich vor Mücken zu schützen oder die Nebenwirkungen von Mückenstichen zu lindern.

 

 

Ein Mann als Mückenfalle ...

Es darf noch darüber spekuliert werden, ob wir nach der Hitzewelle über eine Mückenplage stöhnen müssen. Die einen sagen so (gute Bedingungen für Mücken im Frühjahr), die anderen so (Trockenheit dezimiert Mückenbestände). Wie auch immer, es kann nichts schaden, über möglichst viele Gegenmaßnahmen informiert zu sein. Sicherheits-Berater direkt zählt eine ganze Reihe – allerdings ohne jegliche Gewähr – auf:

Mücken abwehren und Mückenstiche vermeiden

  • Fliegenklatsche nutzen
  • Elektrische Fliegenklatschen oder Fliegenfänger einsetzen
  • Mückenfalle bauen (Marke Eigenbau)
  • Zuhause bleiben (vor allem in der Dämmerung)
  • Verreisen in Landstriche, in denen Winter herrscht
  • Gewässer meiden
  • Regentonnen abdecken (mit feinmaschigem Netzgitterverschluss)
  • Insektengitter bei Fenstern und Türen ein- oder aufsetzen

    1. als flexible Gaze
    2. als stabiler Netzeinsatz mit Spannrahmen

  • Moskitonetz über dem Bett anbringen
  • Duschen, möglichst ohne parfümierte Kosmetika
  • Räucherstäbchen aufstellen (Brandschutz beachten!)
  • Helle und nicht eng anliegende Kleidung tragen
  • Insektenrepellents (Mückenabwehrmittel) zum händischen Auftragen oder Aufsprühen auf die Haut oder die Kleidung (z. B. Zitronenöl oder auch Präparate aus Apotheke/Drogerie) – seriöse Empfehlungen hierzu von der Stiftung Warentest
  • Einreiben mit ätherischen Ölen wie Zitrone, Eukalyptus, Lavendel, Rosmarin, Zeder oder Gewürznelke. Selbst Biereinreibungen werden bisweilen empfohlen.
  • Teebeutel in Teebaumöl tränken und im Schlafzimmer platzieren.
  • Die Süddeutsche Zeitung empfahl einmal, "sich neben einem möglichst großen und schwitzenden Menschen auf(zu)halten" und diesen als Mückenfalle zu nutzen.

 

Mückenstiche lindern und behandeln

  • Kühlen, z. B. mit kaltem Wasser, Kühlakku oder mit Eiswürfel (kreisend, nicht dauerhaft wegen Vereisungsgefahr!)
  • Spucke auf der Stichstelle verreiben
  • Aufgeschnittene Zwiebel auflegen
  • Gänseblümchen zerquetschen und den Mückenstich damit einreiben.
  • Nach Absprache mit dem Arzt Salben, die Antihistaminika oder niedrig dosiertes Kortison enthalten
  • Stichheiler verwenden (Google-Suchworte: "Stichheiler" + "Test")
  • Stichheilereffekt selbst versuchen herzustellen durch heißes (NICHT kochendes!), z. B. mit Wattebausch aufgetragenes Wasser
  • (Saubere) Münze auf 50 Grad erwärmen und auf die Stichstelle legen

 

Zweifelhafte Antimückenstrategien

  • Rauchen
  • Ultraschall einsetzen, z. B. durch spezielle Geräte oder auch Smartphone-Apps, (die stechenden Mückenweibchen hören sehr schlecht) – laut Stiftung Warentest komplett wirkungslos
  • Licht ausmachen hilft nur gegen Motten (die stechenden Mückenweibchen sehen dagegen nicht gut)
  • Knoblauch essen
  • Auf den Mückenstich pieseln (Urin soll ja gegen alles helfen, aber ästhetische wie hygienische Vorbehalte bleiben.)
  • Kratzen hilft nicht nur nicht, es verschlimmert sogar den Juckreiz und die Schwellung
  • Es gibt ernstzunehmende Argumente, dass homöopathische Präparate ("Globuli") nicht nur gegen Mückenstiche nicht wirken, sondern gegen Garnichts.
     

 

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bz@sicherheits-berater.de (Bernd Zimmermann)