Danksagung

Ehrenamtlich für die Sicherheit.

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30.8.2018 (bz) – Ehrenamtliche Tätigkeiten und bürgerschaftliches Engagement im Dienste der Sicherheit gibt es mehr als man glaubt. Den Aktiven kann man nicht oft genug danken.

 

 

Helden und Förderer des Alltags ...

Laut Bundesregierung engagieren sich rund 31 Millionen Menschen in Deutschland ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Ehrenamtlichen engagiert sich im Dienste der Sicherheit, wie die unten folgende (sicher nicht vollständige) Aufzählung dokumentiert. Allen, die sich in der Liste unten wiederfinden, von Sicherheits-Berater direkt ein ganz besonders herzliches 

Danke an die knapp eine Million Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland, davon 89.112 Frauen (Stand: 2015, Quelle: Deutscher Feuerwehrverband). Den Worten von Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, kann man nur zustimmen - er wandte sich auch an die Familien und Arbeitgeber der zu 94 Prozent ehrenamtlichen Feuerwehrleute: "Der beständige Einsatz der knapp eine Million Feuerwehrmänner und -frauen ist nur dadurch möglich, dass das familiäre und berufliche Umfeld dieses Engagement unterstützen." Er lobte dabei vor allem deren Einsatzbereitschaft in der Hitze der vergangenen Monate. 

Danke an die Rettungsfahrer und ehrenamtlichen Helfer des Sanitätsdienstes (hier existieren ganz unterschiedliche Bezeichnungen). Die Meinung von Sicherheits-Berater direkt: Es ist schlichtweg ein Skandal, dass Feuerwehrleute und Rettungskräfte bei ihren Einsätzen bisweilen beschimpft, behindert und tätlich angegriffen werden. 

Danke an die 1,8 Millionen (!) ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Zivil- und Katastrophenschutz (Bevölkerungsschutz). Für Interessenten hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eigens ein Referat eingerichtet. 

Danke an die vielen Rettungsschwimmer, die in den Vereinen ihren Dienst tun. Die meisten von ihnen bewachen die Seen, Flüsse und Küsten an Nord- und Ostsee ehrenamtlich in ihrer Freizeit (Quelle: Wikipedia). 

Danke an die Sicherheitsberater für Senioren, die in mehr und mehr Kommunen wertvolle Beiträge in der Seniorenprävention leisten. Am Beispiel der Stadt Kassel wird klar, in welchen Präventionsbereichen sie dort gern eingesetzt werden: "Sicherheit im Alltag", "Verkehrsprävention", "Prävention Cybercrime", "Interkulturelle Kompetenz" sowie "Opferschutz und Opferhilfe". 

Danke an 50.000 Schülerlotsen (Verkehrshelfer) ab 13 Jahren, von denen die Deutsche Verkehrswacht berichtet, dass es in über 60 Jahren Praxisbetrieb keinen einzigen tödlichen Verkehrsunfall gegeben habe. Auch Schulweghelfer und Schulwegpolizisten arbeiten ehrenamtlich. 

Danke an 7.500 ehrenamtliche Telefonseelsorger, Männer und Frauen, die den 24-Stunden-Service der TelefonSeelsorge ermöglichen. Einen ähnlich belastenden Job leisten die Trauerbegleiter als Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche nach dem Tod eines Elternteils. Der Bezug zum Thema Sicherheit ist zwingend, da solche Ansprechpartner Suizidgefährdeten neuen Lebensmut vermitteln können. Obwohl kein Sicherheitsthema im engeren Sinne, sollen auch die ehrenamtlichen Sterbebegleiter, Hospizhelfer und Demenzbetreuer an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt werden. 

Danke an circa drei Prozent der Bevölkerung, die sich als Blutspender engagieren. Laut Rotem Kreuz werden jedoch sechs Prozent benötigt, vor allem solche mit den seltenen Blutgruppen AB, BB und B0. Auch Plasmaspender, Knochenmarksspender und Organspender sind in diesem Zusammenhang dankend zu nennen. 

Danke an Wahlhelfer (des Staates und der Kommunen, nicht der Parteien) und Stimmenzähler, die die ordnungsgemäßen Wahlen der Bürger sicherstellen (Auch hierbei handelt es sich um ein Ehrenamt, wenngleich eine kleine Aufwandsentschädigung gezahlt wird.). 

Danke an Tausende von Feinstaubpaten weltweit, die Messgeräte für Feinstaub selber bauen und installieren, damit die Daten zentral verarbeitet werden können, z. B. in Stuttgart. 

Danke an Friedensrichter, Schiedsmänner und Schlichter (Schiedsleute), die zwischen zerstrittenen Parteien schlichten und damit das Sicherheitsrisiko von Aggressionen begrenzen. Ehrenamtliche Schöffen unterstützen hauptberufliche Richter bei der Urteilsfindung und Rechtsprechung. 

Und nicht zuletzt danke an die Seenotretter, die sich für die Bergung Schiffbrüchiger einsetzen und u. a. Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken bewahren. Sie haben einen besonderen Dank verdient, weil sie sich aktuell für ihre Aktionen auch noch in der Öffentlichkeit und vor Gericht rechtfertigen müssen und sich dem Vorwurf ausgesetzt sehen, sie würden die Bootsflucht auf dem Mittelmeer durch ihr Hilfsangebot überhaupt erst provozieren (was kompletter Unsinn ist, weil Schleuser an einer Rettung gar nicht interessiert sind).

 

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bz@sicherheits-berater.de (Bernd Zimmermann)