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Deutsches Spionagemuseum Berlin.

Bildquelle: bz/TeMedia GmbH

28.3.2019 (bz) – Bernd Zimmermann nutzte einen Besuch in Berlin zum Besuch des Deutschen Spionagemuseum. Sein Fazit: sehr unterhaltsam UND sehr informativ.

 

 

So macht Spionage Spaß.

Das Deutsche Spionagemuseum liegt in Steinwurfweite des Potsdamer Platzes am Leipziger Platz 9 in Berlin.

Fassade des Spionagemuseums
Bildquelle: Pressefoto Deutsches Spionagemuseum 

Die Museumsbetreiber versprechen nicht zu viel mit ihrer Aussage: "eine packende Zeitreise von den biblischen Kundschaftern bis in die Gegenwart und Zukunft mitten in der Hauptstadt der Spione". Dringend zu ergänzen wäre: für Groß und Klein. Denn sowohl die Erwachsenen, die vielleicht eher an Erklärungstexten und Fakten interessiert sind, wie auch die Kinder, die lieber ganz praktisch Dinge ausprobieren, kommen hier auf ihre Kosten (natürlich auch große Kinder wie ich). Hier kann man tatsächlich "sehen, spüren, lesen, hören, riechen, was sich seit Jahrtausenden in dieser Schattenwelt ereignete". Wir lernen zum Beispiel, dass sich Spionagetätigkeiten schon seit ca.1419 v. Chr. nachweisen lassen. Aber da wir hier keineswegs in einem verstaubten Museum sind, spannen die Ausbildungsmacher den thematischen Bogen bis in Gegenwart und Zukunft. Dabei kommen mehr als 200 hochauflösende Monitore, einzigartige Multimedia-Anwendungen, 3D-Brillen und Projektionen zum Einsatz.

Das quadratische Foto am Anfang dieses Beitrages zeigt übrigens meine eigene Silhouette im Stile eines James-Bond-Filmes – ein riesen Spaß auch, anderen beim Posieren vor dem Lichtkegel zuzuschauen. Dass hier im Spionagemuseum jede Menge tolle  Showeffekte zu erhaschen sind, soll jedoch nicht über den hohen Informationsgehalt der zahlreichen Erklärungstafeln hinwegtäuschen. Schnell wird dem aufmerksamen Leser klar, wie allgegenwärtig Spionage in unserer Gesellschaft sein kann. Wir werden beispielsweise daran erinnert, dass selbst ein Bundeskanzler, Willy Brandt, sein Amt in Folge einer Spionageaffäre (sogenannte Guilleaume-Affäre) verlor.

Freunde von Videoüberwachungskameras kommen schon im Foyer des Museums auf ihre Kosten:

Der Klassiker: Ausspähung mittels Videoüberwachung
Bildquelle: Pressefoto des Spionagemuseums 

Der Zutritt zu den Ausstellungsräumen erfolgt über eine Sicherheitsschleuse, in der man die Arme heben muss und auf gefährliche Gegenstände "durchleuchtet" wird. Das Ganze ist natürlich ein strahlenfreies Fake – aber unterhaltsam. Und genau so kurzweilig geht es weiter mit den Themenkreisen "Spione in Legenden", "Innere Sicherheit", "Intrigen", "Auslandsspionage", "Wirtschaftsspionage", "Kryptografie", "Militärspionage" und "Topografische Spionage".

Zutritt nur über "Sicherheitsschleuse"
Bildquelle: Pressefoto des Spionagemuseums

Exponat BH-Kamera, Bildquelle: Pressefoto Spionagemuseum

Die Vielfalt der Exponate erfreut. Da ist für jeden etwas mit dabei. Schon einmal von einem BH ausspioniert worden? Im Bereich der Ausspähung scheint es wirklich nichts zu geben, was es nicht gibt:

Exponat BH-Kamera
Bildquelle: Pressefoto Spionagemuseum

Eines der größeren Exponate: der Proton Tauchscooter der SpezNas, einer Spezialeinhalt des sowjetischen Nachrichtendienstes GRU

Eines der größeren Exponate: der Proton Tauchscooter der SpezNas, einer Spezialeinhalt des sowjetischen Nachrichtendienstes GRU

Bildquelle: bz/TeMedia Verlags GmbH

bz/TeMedia Verlags GmbH

Sehr schön: die Exponate in der Glasvitrine – die Erläuterungen am Touchscreen aufrufbar.

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Mal eben morsen gelernt ...

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Pressefoto Spionagemuseum

Wie sicher ist mein Passwort? Der Passworthacker beantwortet die Frage.

Bildquelle: Pressefoto Spionagemuseum

Laserparcour Highscore: Wie im James-Bond-Film durch den Strahlenzaun. Nur zu schaffen von jungen Leuten.

Bildquelle: Pressefoto des Spionagemuseums

Die Dame bleibt stumm – aber was sie sagt, lässt sich an ihren Lippen ablesen.

Bildquelle: bz/TeMedia Verlags GmbH

Die Pressemappe für Journalisten können auch Sie sich ansehen. Sie enthält weitere interessante Infos rund um das Museum. Wie detailverliebt die Ausstellung angelegt ist, zeigt am Ende auch das Eintrittsticket. Dort ist neben dem grünen Logo noch folgender Hinweis abgedruckt "BURN AFTER VISITING".

 

Kontakt zur Redaktion:
bz@sicherheits-berater.de (Bernd Zimmermann)