Rettungseinsatz

Tiere in höchster Not.

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26.6.2019 (bz) – Man glaubt es kaum, in welche Notsituationen bzw. Rettungsaktionen Tiere geraten können. Da muten Sintflut und Arche Noah schon fast trivial an …

 

 

Irgendwie unglücklich in die Falle geraten.

Verzweifelt kämpft der Hirsch um sein Leben. Sein Geweih hatte sich im Kampf im Geweih eines Gegners verhakelt. Der Gegner ist schon längere Zeit verendet, fast skelettiert, als endlich menschliche Hilfe eintrifft. Die sägt ihm kurzerhand das Geweih ab. Es gibt ein Youtube-Video, das gleich mehrere solcher streckenweise skurriler Situationen zeigen, z. B.:

  • Ein Tierschützer robbt meterweit durch Ölschlamm und zieht einen völlig verschmutzten Seeadler aus dem Verderben.
  • Ein Löwenweibchen steckt in einer Fußfalle und wehrt sich gegen seine Rettung.
  • Eine Elchkuh ist aufs Glatteis geraten und kommt einfach nicht mehr auf die Beine. Sie wird gerettet, indem jemand ein Lasso um ihr Geweih wirft und sie wie einen Schlitten aus der Gefahrenzone zieht.
  • Im Eis eingebrochene Hunde und ein riesiger Elch werden von mutigen Schwimmern gerettet – der Hund von einem Schwimmer mit nacktem Oberkörper.
  • Der Nachwuchs eines verendeten und an den Strand gespülten Haiweibchens wird per Kaiserschnitt ins Leben befördert und zurück ins Meer geworfen.
  • Bei einem Känguru drang ein Bogenschützenpfeil unterhalb eines Auges in den Kopf ein – das Tier wird glücklicherweise zur Behandlung in die OP abtransportiert.
  • Ein Elefant ist in einem Sumpfloch gefangen. Helfer kippen ihm Wasser in den ausgestreckten Rüssel, bevor sie ihn mit Hilfe eines Baggers befreien können.
  • Ein Schaf steckt mit dem Kopf in einem auf dem Bergfirst stehenden Zaun fest. Nachdem Helfer seinen Kopf herauszogen, stürzte es allerdings den Berghang hinunter. Gehen wir einmal davon aus, dass es das überlebt hat.
  • Ein Bock hat sich mit seinem kreisförmig gebogenen Horn an einem jungen Baumstamm verheddert.
  • Eine Gemse hängt mit ihrem Geweih an einem Seilbahnseilzug in der Luft. Die Szene wirkt besonders skurril, weil über den Unfallhergang nur spekuliert werden kann. Das Tier muss wohl von einer Anhöhe heruntergesprungen sein, verfing sich dabei in luftiger Höhe in den Drahtseilen und rutschte dann noch eine gewisse Strecke talabwärts.

Es gibt noch zahlreiche ähnliche Videos auf Youtube. Eines zeigt zum Beispiel eine Kuh, die offenbar den Kopf zwischen zwei v-förmig aus dem Boden gewachsene Baumstämme gesteckt hatte, um Gras zu fressen. Dabei muss sie ganz unglücklich ausgerutscht sein – ihr Kopf verkeilte sich, mit dem Unterteil lag sie auf dem Rücken, die Beine in die Höhe gestreckt. Zwei wohl zufällig anwesende Biker versuchen, den Kopf der Kuh nach oben aus der Falle herauszuheben. Das gelang allerdings erste, als sie das Hinterteil der Kuh am Schwanz ziehend in eine günstigere Position gebracht hatten. Die Kuh ließ das Spektakel nach ihrer Befreiung unkommentiert. Wir von Sicherheits-Berater direkt sagen zur Leistung der Retter: "Kompliment!".

Zu Weltruhm hat es sogar eine deutsche Ratte aus Bensheim gebracht. Sie hatte von unten kommend ihren Kopf und Oberkörper durch eines der Löcher eines Kanaldeckels gesteckt. Da sie offenbar überfressen war, bliebt sie stecken und drohte von Autofahrern plattgewalzt zu werden. Die britische BBC zitierte einen bei der dann folgenden Rettungsaktion anwesenden Tierschützer mit den Worten: "Even animals that are hated by many deserve respect". Außer dem Tierschützer waren  noch acht Feuerwehrleute an der Rettung beteiligt. Sie schraubten den Rattenkörper sozusagen aus dem Loch hinaus. Und auch die BILD-Zeitung berichtete - mit dem Hinweis, dass Kanalratten eigentlich gefährliche Krankheitsüberträger sind.

 

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bz@sicherheits-berater.de (Bernd Zimmermann)