Safety

Handball mit Sicherheit und Sicherheits-Berater

26.9.19 (bz) – Handball zählt zu einer der verletzungsintensivsten Sportarten. Sicherheit spielt daher eine große Rolle. Klar, dass das Logo des Sicherheits-Berater besonders gut auf ein Handballtrikot passt.

 


Akrobatische Würfe und Nicklichkeiten inbegriffen

Handball ist eine sehr schnelle und körperbetonte Sportart. Wie auch in anderen Sportarten, über die wir generell einmal früher berichtet haben, sind hier eine ganze Reihe an Sicherheitsmaßnahmen – festgelegt in den Internationalen Handballregeln - vorgesehen. Dazu später mehr. Zunächst einmal zu einem konkreten Handballspiel: der Begegnung des HSV Bocklemünd gegen TSV Bonn rrh II am 22. September 2019. Beide Vereine lieferten sich ein gnadenloses Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur letzten Minute - bis der HSV Bocklemünd (rotes Trikot) knapp mit 26 : 28 Toren gewann.

Vor dem Torraum und im Torraum bestand auf Grund der teilweise akrobatischen Sprünge und Ballwürfe stets eine erhöhte Verletzungsgefahr:

alle Bilder: bz/TeMedia Verlag  

Beim Handballspiel ist immer mit einem hohen Verletzungsrisiko bei Knie- und Sprunggelenken zu rechnen. Zum Glück verlief ein kleiner Zusammenstoß für diesen Spieler des TSV Bonn glimpflich und er konnte bald wieder weiterspielen:

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Kleinere Nicklichkeiten gehören bei dieser körperbetonten Sportart immer mit dazu (übrigens auf beiden Seiten):

Bildquelle: bz/TeMedia Verlag

Da kann es sicher nichts schaden, wenn der Sicherheits-Berater mit von der Partie ist. Der TSV Bonn kämpft jetzt ein Jahr lang mit dem Logo des Sicherheits-Berater auf der Brust:

Bildquelle: bz/TeMedia Verlag

Die Redaktion von Sicherheits-Berater direkt wünscht viel Erfolg. Am Einsatzwillen, da sind wir sicher, wird es sicher nicht fehlen!

Aber noch einmal zurück zum Thema Sicherheit (Safety) bei diesem spannenden Mannschaftssport. Die Internationalen Hallenhandball-Regeln betreffen nicht nur den konkreten Spielablauf, sondern an diversen Stellen explizit auch die Sicherheit (Safety) von Spieler und Publikum. Einige Beispiele:

"Eine Sicherheitszone entlang der Spielfläche von mindestens 1 m neben den Seitenlinien und 2 m hinter den Torauslinien sollte gegeben sein." (Seite 89)

"Hinter dem Tor, in der Mitte der Torauslinie und mit einer Entfernung von ca. 1,5 m sollte ein ... hohes, vertikales Sicherheitsnetz ... angebracht sein." (Seite 90)

"Sind die Schiedsrichter absolut sicher, dass der verletzte Spieler auf der Spielfläche versorgt werden muss, zeigen sie sofort die Handzeichen 15 und 16." (Seite 64)

"Regel 17:12 ... ist auch anzuwenden bei Gefährdung von Spielern durch Zuschauer, beispielsweise durch Laser-Pointer oder andere Gegenstände." (Seite 76)

Selbstverständlich ist Handball nicht Rugby. Und was dem einen Spieler nützen würde, z. B. ein Knieprotektor, könnte für den Gegenspieler eine Gefahr darstellen. Deshalb sind beim Handball alle Arten und Größen von Helmen und Gesichtsmasken untersagt. Wie dem Anhang der Internationalen Handballregeln zu entnehmen ist, versuchen tatsächlich einzelne Vereine oder Spieler immer wieder, sich über dieses generelle Nutzungsverbot hinwegzusetzen (Seite 77). Bei Knieprotektoren sind metallische Teile verboten, Kunststoffteile müssen vollständig gepolstert sein. Ellbogenschoner dürfen, so die Regeln, nur aus weichem Material bestehen.

Der Torwart steht verständlicherweise während des gesamten Spiels unter Beschuss. Deshalb gelten zu seinem Schutz ganz spezielle Regeln für den Fall, dass er von einem Wurf aus dem Spiel heraus getroffen wird und handlungsunfähig ist. Hier können die Schiedsrichter – je nach Situation – das Spiel sofort unterbrechen.

Zur Vermeidung von Sportverletzungen finden sich im Netz Trainingstipps zur Prävention. Das heißt, ganz bestimmte gefährdete Muskelgruppen lassen sich mit speziellen Übungen präventiv stärken. In diesem Sinne wünschen wir allzeit verletzungsfreie Spiele!

 

Kontakt zum Redakteur:
bz@sicherheits-berater.de (Bernd Zimmermann)