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Bloß kein Kerzen- oder Karpfendrama!

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27.11.2019 (bz) – Alle Jahre wieder sind die Gazetten voll von weihnachtlichen Sicherheitstipps. Meist immer wieder die gleichen. Wir haben für Sie nach etwas selteneren Tipps gefahndet.

 

 

Weihnachtstipps für Sicherheitsbewusste.

So sicher wie die ersten Schokonikoläuse im September sind die Weihnachtstipps ab Oktober. Dann überschlagen sich die guten Ratschläge der Polizei- und Feuerwehrpressestellen, der Verbraucherberatungen und Versicherungen förmlich. Im Grunde jedoch handelt es sich jedes Jahr um die gleichen Tipps ... Tannenbaum nicht zu trocken ... Feuerzeuge nicht in Kinderhand ... Eimer Wasser neben den Baum stellen ...  Vorsicht vor der Verbrennungsgefahr mit Fonduefett usw. usw. Dazu gesellen sich natürlich noch die Kaufempfehlungen der Hersteller, die im Weihnachtsgeschäft auf einen steigenden Absatz z. B. von Feuerlöschern oder Brandmeldern etc. hoffen. Sicherheits-Berater begrüßt das alles sehr ausdrücklich. Aber wissen das unsere Leser nicht längst? Daher diesmal nur drei Hinweise, die vielleicht noch nicht ganz so bekannt sind.

Sicherheitstipp 1 ist zwar auch nicht mehr neu, wird aber explizit selten genannt: Bitte stellen Sie Teelichter NIE gruppenweise zusammen.

Schieben Sie einzelne Teelichter nie aneinander, z. B. so, dass sie die Form eines Herzens oder Tannenbaumes ergeben. Das mag dekorativ sein, ist aber extrem gefährlich: Wenn die Teelichter, zunächst jedes für sich, nur lange genug brennen und sich der Wachs verflüssigt, werden sich die einzelnen harmlosen Flämmchen zu einer einzigen Flamme vereinen. Die dramatischen Folgen können Sie in diesem Youtube-Video betrachten.

 

Sicherheitstipp 2: Geben Sie acht auf Ihren Karpfenteich.

Karpfen sind in unseren Breitengraden auch im Zeitalter von Thermomix und Mikrowelle immer noch ein beliebtes Weihnachtsessen. Die Polizeiinspektion Göttingen berichtete neulich über den Diebstahl von rund 44 Kilogramm Forellen und zehn Karpfen aus einem Forellenteich eines Angelvereins. Und zwar trotz Perimeterschutz: "Auch die komplette Umzäunung des Geländes konnte die Diebe nicht stoppen.", heißt es in der polizeilichen Pressemitteilung. Sie sollten also mindestens ein wachsames Auge auf Ihren Karpfenteich werfen – bevor Ihre schwimmenden Lieblinge einem Dieb als Festmahl in letzter Sekunde dienen. Und wenn Sie stolzer Besitzer von Koi sind, sollten Sie sich an einen Wachschutzdienstleister wenden ...

 

Sicherheitstipp 3: Beachten Sie alle Sicherheitstipps, die Haustiere betreffen.

Haustiere sind eine permanente Gefahrenquelle unterm Tannenbaum und auch permanent selbst gefährdet. Im Vorfeld dieses Beitrags hatten wir in der Redaktion herumgefragt, ob jemand noch ausgefallene Sicherheitstipps beisteuern kann. Schier unglaublich, welches Risikopotenzial in den null-, zwei-, vier- oder sogar mehrbeinigen Lieblingen steckt, z. B. durch "umherwedelnde Hundeschwänze" oder "Geschenkbänder, die sich um Katzenzungen herumwickeln". Hier sollten Sie sich als Haustierbesitzer unbedingt selbst noch einmal im Internet schlau machen, z. B. hier.

 

Bonustipp: Lesen Sie auch den folgenden Beitrag dieses Newsletters "Mist gebaut und davor gewarnt".

Weihnachten wird besonders viel gegessen, besonders viel eingekauft und besonders viel verschenkt. Wenn Sie den in unserem Beitrag angegebenen Linktipps folgen, können Sie vermeiden, Ihren Lieben Geschenke zu kaufen, vor denen bereits per Produktrückruf gewarnt wird. Und bevor Sie bereits eingekaufte Lebensmittel an Heiligabend auftischen, lohnt sich schnell einmal eine Googleprüfung mit dem Stichwort "Lebensmittelname xy + Rückruf".

Die Redaktionen von Sicherheits-Berater und Sicherheits-Berater direkt wünschen Ihnen ein durchweg erfreuliches Weihnachtsfest!

 

Kontakt zur Redaktion:
bz@sicherheits-berater.de (Bernd Zimmermann)