Glosse

Mysteriöse Häufung von Sicherheitsvorfällen

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18.12.19 (bz) – Am Morgen des 6.12.2019 hat unsere Redaktion von zahlreichen Sicherheitsvorfällen in der Nacht vom 5. auf den 6.12.2019 erfahren. Auch die Redaktionsräume des Sicherheits-Berater waren davon betroffen.

 

Wo klafft die Sicherheitslücke?

Was war geschehen? Die Kolleginnen und Kollegen fanden, als sie früh morgens an ihren Arbeitsplätzen eintrafen, dort ungewohnte Dinge vor. Aber wie konnte es möglich sein in einem mit modernster Einbruch- und Zutrittstechnologie perfekt abgesicherten Bürogebäude, dass sich jemand nachts unbemerkt in den Büroräumen umhertreibt - trotz scharfgeschalteter Einbruchmeldeanlage und ausgeklügeltem Schutzzonenkonzept? Und dann zu aller Überraschung auch nichts mitnimmt, sondern, ganz im Gegenteil, etwas zurücklässt. Allgemeine Ratlosigkeit – bis dann die älteren Kollegen sich daran erinnerten, dass sie solche oder ähnliche Vorfälle bereits in den vergangenen Jahrzehnten durchaus des Öftern erlebt haben. Allerdings war damals in der Regel der Schornstein aufgrund der Rußspuren als Zugangsweg des Täters identifiziert worden. Aber welches moderne Gebäude hat noch einen klassischen Schornstein mit Abmessungen, durch den ein Täter auch eindringen kann? Das des Sicherheits-Berater auf jeden Fall nicht. Und falls doch, wäre dieser Weg auf Anraten von kompetenten Sicherheitsberatern garantiert mit elektronischen und mechanischen Sicherungen geschützt worden.

Letztendlich bleibt nur folgender Ansatz: Es muss ein Innentäter gewesen sein, gegen den auch die besten Sicherheitskonzepte mehr oder weniger machtlos sind. Wobei dieser Typus Innentäter ausnahmsweise ein gern (bzw. nicht-)gesehener Gast ist und aus diesem Grund das Sicherheitskonzept dann doch nicht überarbeitet werden muss.

In diesem Sinne wünscht Ihnen auch der Autor dieses Beitrages ein ruhiges und sicheres Weihnachtsfest.

 

Kontakt zum Redakteur:
kr@sicherheits-berater.de (Ingo Kreidler)