Humor

Rheinisches Grundgesetz.

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30.1.2020 (bz) – Das Rheinische Grundgesetz hilft uns, mit Krisen, Rückschlägen und Risiken besser fertig zu werden. Sicherheitsverantwortliche sollten es deshalb (zumindest im Karneval) kennen.

 

 

Lebensweisheiten für Sicherheitsverantwortliche.

Im Rheinland gibt es ein paar Redewendungen (unten zitiert nach Wikipedia), die Nichtrheinländer für rein karnevalistisch halten mögen. Tatsächlich handelt es sich um Lebensweisheiten von hoher philosophischer Qualität. Diese können durchaus auch Sicherheitsverantwortlichen helfen, ihren oftmals ganz schön belastenden Job besser zu ertragen. Anbei ein paar Anregungen für den Einsatz dieser Redewendungen in bestimmten Situationen:

Deine Kollegen nehmen Dich und Deine Arbeit nur wahr, wenn etwas schiefläuft. Dann sage Dir:

Et es wie et es.
("Es ist, wie es ist." Sieh den Tatsachen ins Auge, du kannst eh nichts ändern.)

 

Du hast zwei Rückfallebenen für den Krisenstab eingeplant. Das war genau eine zu wenig:

Et kütt wie et kütt.
("Es kommt, wie es kommt." Füge dich in das Unabwendbare; du kannst ohnehin nichts am Lauf der Dinge ändern.)

 

Als Du das neue Zugangsmanagementsystem beauftragt hast, wusstest Du nicht, wie kontraproduktiv die Anforderung einer "fehlerhaften Rückweisung (Abweisung eines berechtigten Ausweises) von weniger als 2 Prozent" sein kann:

Et hätt noch emmer joot jejange.
("Es ist bisher noch immer gut gegangen." Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren. Situationsabhängig auch: Wir wissen, es ist Murks, aber es wird schon gut gehen.)

 

Du bist der Sicherheitschef eines Museums … bis es zum Raub Eures Rembrandt-Porträts kommt:

Wat fott es, es fott.
("Was fort ist, ist fort." Jammer den Dingen nicht nach und trauer nicht um längst vergessene Dinge.)

 

Wenn die Cloud gestern noch als Sicherheitsrisiko gewertet wurde und heute von der Geschäftsführung verordnet wird:

Et bliev nix wie et wor.
"Es bleibt nichts, wie es war." Sei offen für Neuerungen.)

 

Die Werbung eines Herstellers verspricht Dir eine neuartige, komplett installations- und wartungsfreie Einbruchmeldeanlage:

Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.
("Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit." Sei kritisch, wenn Neuerungen überhandnehmen.)

 

Du hast der Geschäftsleitung erfolglos eine Brandschutzinvestition für die neue Lagehalle vorgeschlagen:

Wat wells de maache?
("Was willst du machen?" Füg dich in dein Schicksal.)

 

Dein Chef will, dass Du im Rahmen Eurer Awarenessaktionen als Chief Information Officer vor JEDEM neuen Malwarerisiko warnst:

Maach et joot, ävver nit zo off.
("Mach es gut, aber nicht zu oft." Qualität über Quantität.)

 

Deine Vorgesetzten planen die Anschaffung einer Drohnenabschusseinrichtung:

Wat soll dä Kwatsch/Käu?
("Was soll das sinnlose Gerede?" Stell immer die Universalfrage.)

 

Als Sicherheitsverantwortlicher darfst Du schon längst kein Einzelkämpfer mehr sein. Netzwerken ist angesagt:

Drinks de ejne met?
("Trinkst du einen mit?" Mache Gebrauch vom Gebot der Gastfreundschaft.)

 

Deine Art von IT-Leiter-Humor entwickelt sich mehr und mehr in Richtung Sarkasmus:

Do laachs de disch kapott.
("Da lachst du dich kaputt." Bewahr dir eine gesunde Einstellung zum Humor.)

 

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bz@sicherheits-berater.de (Bernd Zimmermann)