Stichprobe

Der schlimmste Unfall des Lebens.

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26.2.2020 (bz) – Die meisten Menschen bleiben von schlimmen Unfällen verschont. Ärgerliche Unfälle haben fast alle schon erlebt. Nur die allerwenigsten können sich an keinen Unfall erinnern. Eine Stichprobe im Kollegenkreis.

 

"Als Kind in die Kreissäge gefasst."

Ob Arbeits-, Haushalts-, Sport- oder Verkehrsunfall: Mehr oder weniger schlimme Unfälle scheinen einfach zum Leben mit dazuzugehören. Das bestätigt eine stichprobenartige Umfrage im Kollegenkreis. Nur die allerwenigsten Kolleginnen und Kollegen können sich an keinen einzigen "schlimmsten" Unfall im Laufe ihres Lebens erinnern.

Die Nachfrage brachte folgende Unfallszenarien zutage:

"Als Kind hatte ich einen Unfall infolge eines blöden Scherzes. Ich stand auf einer Tonne, von der ich herunterspringen sollte. Ein schon älteres und größeres Kind wollte mich auffangen. Als ich dann in ihre Arme springen wollte, sprang sie zur Seite und ich stürzte mit dem Kopf auf den Boden."

"Ich habe mir bei der Essenszubereitung mit einem Gurkenhobel die Fingerkuppen inklusive eines halben Fingernagels abgeschnitten."

"Beim Zuziehen des Garagentores habe ich mir zwei Finger abgeklemmt. Die Hautfetzen hingen nur so herunter. Das musste dann genäht werden."

"Ich bin als Jugendlicher über ein Tor geklettert und habe mich beim Herunterspringen an der Hand verletzt. Und beim Handballspielen wurde ich auch hin und wieder sehr unschön gefoult."

"Ich erlebe sozusagen Fahrradunfälle mit Stürzen im Abonnement."

"Ich bin mit dem Fahrrad in Straßenbahnschienen geraten und gestürzt. Dabei brach ich mir den Ellenbogen."

"Ich wollte einen Fahrradanhänger, so einen Chariot, allein die Kellertreppe hinuntertragen und bin dann die Kellertreppe runtergestürzt. Dabei zog ich mir einen Bänderriss zu."

"Ich zog mir einen Bänderriss beim Trampolinspringen zu."

"Ich habe gleich mein erstes Auto gegen einen Brückenpfeiler gesetzt und damit zu Schrott gefahren." (Hinweis: Die Frage "Was war der schlimmste Unfall Deines Lebens" hatte der Kollege zunächst mit einer Gegenfrage "Bei Frauen?" beantwortet).

"Als Kind habe ich einmal in eine Kreissäge gefasst. Diese verfügte damals über keinerlei Schutzvorrichtungen. Zum Glück habe ich mich nur am Daumen verletzt."

"Ein nach rechts abbiegender Lkw hat mich mitsamt meinem Fahrrad umgefahren. Ich erlitt einen Schultergelenkabriss."

"Mit einem Cuttermesser schnitt ich mir quer über die ganze Hand – und das trotz jahrelanger beruflicher Erfahrung im Umgang mit dem Cuttermesser."

"Mit vier oder fünf Jahren saß ich auf einem Betonsockel und bin nach hinten heruntergekippt, wobei ich mir den Kopf aufschlug."

"Ich war recht zügig mit dem Motorrad auf der Autobahn unterwegs, als mich ein spurwechselnder Lkw schnitt und ich mich nur mit einer Vollbremsung retten konnte. Dabei flog ich allerdings mit 100 Sachen durch die Luft, kam aber durch viel Glück mit ein paar Prellungen und Verbrennungen davon."

"Ich fuhr auf der mittleren Spur auf der Autobahn, als mich ein auf der linken Spur fahrendes Auto in einen auf der rechten Spur fahrenden Lkw hineindrückte."

"In der Weihnachtszeit bin ich neben einem Adventskranz mit brennenden Kerzen eingenickt und erst aufgewacht, als dieser komplett in Flammen stand. Zum Glück konnte ich den Brand mit einer Decke schnell löschen."

"Ich hatte als Beifahrer in der ehemaligen DDR einen Motorradunfall, bei dem ich selbst 20 Meter weit über die Straße gerutscht bin und der Fahrer blutete. Es dauerte drei, vier Stunden, bis ein Krankenwagen kam."

"Ich habe schon Unfälle, z. B. eine Massenkarambolage, erlebt, bei denen um mich herum anschließend alles Schrott war und mir selbst nicht das Geringste passiert ist."

Meinen eigenen schlimmsten Unfall – ein relativ heftiges Busunglück – habe ich bereits in einem gesonderten Beitrag geschildert und mit Zitaten zu dieser speziellen Unfallart aus dem TÜV-Bus-Report 2018 ergänzt.

Die Antworten dieser kleinen Stichprobe stammen von Kolleginnen und Kollegen im Alter von 21 bis 76 Jahren.

 

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bz@sicherheits-berater.de (Bernd Zimmermann)